Das Familientextilunternehmen Menko wurde 1856 von Nathan Jacob Menko (1839–1921) gegründet. Der ehemalige Fabrikkomplex von Menko in Roombeek stammt aus dem Jahr 1881 und den Folgejahren. Die Weberei und Färberei wurden 1906 errichtet, die Spinnerei Roombeek folgte 1912. Zu seiner Blütezeit umfasste der Komplex das Areal, das heute von Roomweg, Voortsweg, Hulsmaatstraat und Lonnekerspoorlaan begrenzt wird.
Das ehemalige Direktionsgebäude von Menko wurde an der Ecke Voortsweg, Hulsmaatstraat und Bosuilstraat errichtet und ersetzte teilweise einen Vorgängerbau. Das neue Gebäude wurde 1953 nach einem Entwurf des Büros Op ten Noort Blijdenstein aus Utrecht realisiert.
Das Bürogebäude wurde in einer schlichten Wiederaufbauarchitektur ohne Dekorationen ausgeführt, bei der der architektonische Ausdruck durch die verschiedenen Baukörper und den Rhythmus der Fenster bestimmt wird. Das Bürogebäude besitzt keinen Denkmalschutzstatus, wurde jedoch im Auftrag der Gemeinde Enschede von Het Oversticht wie folgt bewertet: Das ehemalige Direktionsbüro Menko am Voortsweg ist von allgemeinem Interesse aufgrund seiner architekturhistorischen, städtebaulichen, kulturhistorischen, bauhistorischen sowie Ensemblewerte.

 

 

Dieses Fenster befindet sich im Büro der ehemaligen Menko-Fabrik am Voortsweg und ist Teil eines Zyklus von 9 Fenstern von jeweils 1,35 Metern Größe, die anlässlich der Einweihung dieses Gebäudes im April 1954 von der gesamten Belegschaft gestiftet wurden.
Diese Mitarbeiter haben ihr Geschenk in der Folgezeit kaum je wiedergesehen; für sie war die Direktion noch eine unnahbare Instanz.
Auf diesem Fenster ist ein Mann mit Oberschenkeln wie ein Gewichtheber in der neuen Fabrik zu sehen; erkennbar sind ein rauchender Schornstein, ein Stockwerk des Fabrikkomplexes, davon ein Teil mit Sheddächern, links eine Dame oben ohne mit wehendem Haar über dem anmutigen Leib, bekleidet mit Weinlaub, darunter im Afro-Look eine schlanke Schönheit mit einem Korb voller Baumwollkapseln auf ihrer krausen Frisur. Zu ihren Füßen eröffnet die Baumwollpflückerin mit Kopftuch die textile Wertschöpfungskette.

 

 

Das ehemalige Fabrikgebäude [1970] und das Eingangstor mit Uhr der Spinnerei am Voortsweg.
Gegenwärtig befindet sich der verbliebene Rest des Eingangstors in den öffentlichen Grünanlagen der Bosuilstraat.

BESCHREIBUNG MENKO-BÜROGEBÄUDE VOORTSWEG

Arbeiter verlassen die Menko-Fabrik und werden mit Bussen nach Hause befördert.

Textilfabrik N.J. Menko am Voortsweg. 1979